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Pressemitteilungen

06.10.2021 | | Mitteilung der Pressestelle
Aktuelle Situation beim Herforder Kunststoffverarbeiter

Der Geschäftsbetrieb in der gesamten Heinze Gruppe geht weiter. Fachteam findet beim Insolvenzfall Heinze günstige Ausgangssituation vor.

Das am 24. September 2021 eröffnete vorläufige Insolvenzverfahren läuft bislang ohne Schwierigkeiten an. Das Team um den Fachanwalt für Insolvenzrecht Stephan Höltershinken aus Minden, Westfalen erkennt einen überraschend hohen Motivationsgrad in der Belegschaft der betroffenen Firmen in der Unternehmensgruppe. Er und sein Team verwalten die Heinze Kunststofftechnik aus Herford, Heiform Werkzeugbau und HERO Galvanotechnik aus Bad Salzuflen sowie die Krallmann Kunststoffverarbeitung aus Hiddenhausen. RA Höltershinken spricht von einer großen Bereitschaft hier mitzuziehen.

Die Mitglieder des Insolvenzteams sind neben RA Höltershinken als vorläufigem Insolvenzverwalter die Fachanwälte für Insolvenzrecht Sascha Bibiha und Johannes Franke, sowie die Fachanwältin für Arbeitsrecht Katja Kuhlmann und der Steuerberater Stephan Neumann. Zusammen mit dem Inhaber der Heinze Gruppe, Jörg Tilmes, werden die Weichen für ein Weiterexistieren der einzelnen Firmen gestellt.

Die Heinze Gruppe beschäftigt insgesamt 1100 Menschen. In Ostwestfalen sind 730 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von der Insolvenz betroffen. In Lüdenscheid sind 110 Beschäftigte der Linden GmbH betroffen, die durch Dr. Lau von White & Case als vorläufiger Insolvenzverwalter betreut werden. Trotz dieser außergewöhnlichen Situation sollen die Beschäftigten ein Stück Normalität erfahren. So hat das Insolvenzteam erreicht, dass Streitigkeiten in Bezug auf das Weihnachtsgeld im Sinne der Beschäftigtren beigelegt werden konnten. Anfallende Überstunden während des Insolvenzverfahrens werden ausgezahlt. Die Löhne und Gehälter ab September sind durch Insolvenzausfallgeld gesichert. RA Höltershinken äußert sich dahingehend, dass die ganze Mannschaft mitgenommen werden solle. Als äußerst hilfreich wird die offene Kommunikation mit dem Betriebsrat bewertet, so der Betriebsratsvorsitzende.

Positive Signale wurden bereits in den ersten Tagen aus dem Kundenkreis gesendet, die initiativ Unterstützung angeboten haben. Trotz der Situation haben wichtige Kunden sogar Neuaufträge in Aussicht gestellt. Auch die Lieferanten, die zunächst die aktuelle Situation am deutlichsten zu spüren bekommen, stehen ungeachtet dessen geschlossen an der Seite der Heinze Unternehmen.

Der gute Ruf und die Marktberechtigung der Heinze Gruppe, so der Insolvenzverwalter, zeigt sich auch darin, dass sich bereits jetzt fachstrategische Investoren Interesse bekundet haben. Die Heinze Gruppe ist in der Branche bekannt für eine breite Palette an anspruchsvollen Technologien und Verfahren. Erfahrene und excellent ausgebildete Spezialisten der Heinze Gruppe realisieren die außergewöhnlichsten Wünsche für ihre Kunden. Neben der anspruchsvollen Automobilindustrie werden Bauteile auch für namhafte Kunden anderer Branchen hergestellt. Darüber hinaus besitzt die Heinze Gruppe hochspezifische Patente, durch die eine zukunftsgerichtete Produktentwicklung entstanden ist.

Als uneingeschränkt zukunftsgerichtet kann die Teilnahme der Heinze Kunststofftechnik an der Fachmesse Fakuma in Friedrichshafen interpretiert werden. Interessenten können direkt mit Heinze am Stand 7205 in Halle A7 sprechen.

Rechtsanwalt/FAInsR Stephan Höltershinken ist seit über 25 Jahren als Verwalter tätig und Inhaber der Kanzlei Höltershinken & Kollegen in der derzeit drei weitere Insolvenzverwalter am Standort in Minden tätig sind. Er hat seit 1996 u.a. zahlreichen Großverfahren (wie Hermann Heye KG mit 1800 Mitarbeitern/-innen und über 50 Unternehmensbeteiligungen oder auch 2011 Innovative Components Technologies GmbH - Automobilzulieferer mit Werken in Lennestadt und Wächtersbach mit insgesamt 1500 und Tochterunternehmen in Tschechien (350 Mitarbeitern) und Spanien (200 Mitarbeitern/-innen) - erfolgreich durchgeführt. Im Team der Insolvenzverwaltung der Heinze Gruppe arbeitet auch Rechtsanwalt/FAInsR Johannes Franke, Franke-Rechtsanwälte, Hannover. Er verfügt ebenfalls über eine mehr als 25-jährige Berufserfahrung und war ebenfalls in Insolvenzverfahren unterschiedlicher Größe aus einer Vielzahl von Branchen u.a. aus der Automobilindustrie involviert.

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