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12.07.2011 | INSOLGROUP | Mitteilung der Pressestelle
Insolvenzverfahren marchFIRST Hamburg - Dividende vom Insolvenzverwalter

Gläubiger können mit einer Quote von 70 Prozent rechnen / Erlöse aus Verkauf an amerikanische divine Inc. vor US-Gericht bestätigt

Hamburg, 11. Juli 2011 – Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der marchFIRST Hamburg GmbH, einem Tochterunternehmen der ehemals weltweit größten Internetagentur marchFIRST Inc., ist nach mehr als zehn Jahren Laufzeit abgeschlossen. Wie Insolvenzverwalter Jörn Weitzmann mitteilt, können die Gläubiger mit einer Quote von mehr als 70 Prozent rechnen. Die Insolvenzdividende zahlt der Insolvenzverwalter. Die Ausschüttung erfolgt in Kürze.

Die marchFIRST Hamburg GmbH war Anfang des Jahrtausends eine der drei großen Internet-Agenturen in Deutschland und hatte seinerzeit namhafte Unternehmen als Kunden, u.a. aus der Automobil-, Luftfahrt- und Verlagsbranche. Sie bot ihre Leistungen deutschlandweit über vier Standorte an.

Dem nun erfolgten Abschluss des Verfahrens ging ein langer Weg mit einigen überraschenden Wendungen voraus. Eröffnet wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft im April 2001. Wenig später bestellte das Amtsgericht Hamburg den Hamburger Insolvenzexperten Jörn Weitzmann, Mitglied der Kanzlei Kilger & Fülleborn und der INSOLGROUP, einer bundesweiten Allianz qualitätsorientierter Insolvenzverwalter.

Weitzmann leitete umfangreiche Maßnahmen zur Restrukturierung und Sanierung des Unternehmens ein, die binnen weniger Monate Wirkung zeigten. Wenig später gelang es ihm dann auch, die marchFIRST Hamburg GmbH an die Tochtergesellschaft der an der NASDAQ gelisteten divine Inc. zu veräußern. Nach der Insolvenz dieser Gesellschaft mussten noch ausstehende Ansprüche in den USA durchgesetzt werden. Die Erlöse aus dem Verkauf wurden von einem USamerikanischen Gericht inzwischen bestätigt.

Nach Abschluss der Verwertung kann nun die Schlusszahlung erfolgen. Damit zahlt das ehemals namhafte Unternehmen der New Economy seinen Gläubigern noch eine hohe, deutlich über dem Durchschnitt liegende Quote. Dass sich die Restrukturierung und sanierende Übertragung von marchFIRST Hamburg und die langwierige Auseinandersetzung mit dem Käufer letztlich gelohnt haben, steht für Insolvenzverwalter Weitzmann außer Frage: „Ohne die Sanierungsmaßnahmen wäre das Unternehmen geschlossen worden und die Gläubiger wären leer ausgegangen. Mit den vorgenommenen Maßnahmen konnten wir eine stattliche Quote zugunsten der Gläubiger realisieren.“

Die INSOLGROUP Netzwerk Insolvenzverwaltung ist eine Allianz professioneller, qualitätsorientierter Insolvenzverwalter aus ganz Deutschland. Ziel des Verbundes ist es, standortübergreifend nach gemeinsamen Qualitätsstandards zu arbeiten und sich insbesondere bei größeren Unternehmensinsolvenzen mit Know-how und Ressourcen zu unterstützen. Gründungsmitglieder sind die langjährigen Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Blersch und Hans-Wilhelm Goetsch (BGP Blersch Goetsch Partner Insolvenzverwaltungen, Wiesbaden und Mainz), Andreas Amelung (Amelung & Wagner Insolvenzverwaltungs-GbR, Köln), Hanns Pöllmann (Pöllmann Rechtsanwälte, München) sowie Jörn Weitzmann (Kanzlei Kilger & Fülleborn, Hamburg und Rostock).

Kontakt:

Talk of Town. Wächter & Wächter
Stefan Sagner
Lindwurmstraße 88
80337 München
Tel. 089 / 747 242 0
Fax 089 / 747 242 40
E-Mail: s.sagner@waechter-waechter.de

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