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27.11.2019 | Schultze & Braun | Mitteilung der Pressestelle
City Shop West Kiosk GmbH will sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren

Amtsgericht Wolfsburg bestellt erfahrenen Sanierungsexperten Tobias Hartwig von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter

Betrieb in allen fünf Shops geht zu den gewohnten Öffnungszeiten uneingeschränkt weiter

Schnelle Expansion belastete Liquidität und macht Sanierung notwendig

Wolfsburg. Die City Shop West Kiosk GmbH, Betreibergesellschaft der fünf City Shop West Kioske in Wolfsburg-Stadtmitte, Wohltberg, Nordsteimke, Detmerode und Westhagen will sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren. Einen entsprechenden Antrag stellte das Unternehmen mit 22 Mitarbeitern und knapp 4 Millionen Euro Jahresumsatz beim Amtsgericht Wolfsburg. Das Gericht bestellte den erfahrenen Sanierungsexperten Tobias Hartwig von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Hartwig informierte die Mitarbeiter in einer Versammlung am Samstagabend über das Verfahren. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind bis einschließlich Januar über das Insolvenzgeld abgesichert. Der Geschäftsbetrieb geht an allen Standorten uneingeschränkt weiter. Die Öffnungszeiten der einzelnen Shops, die Tabakhandel, Schreibwarengeschäft, Pressevollsortiment, DHL-Paketshop und Lotto-Annahmestelle miteinander vereinen, bleiben unverändert.

„Die eigene Erfolgsgeschichte zwingt uns auf die Bremse“, erläutert Geschäftsführer André Fedyk. „Die City Shop West hat zuletzt stark expandiert. Der Ausbau hat aber unsere Liquidität stärker belastet als erwartet. Daher haben wir uns entschieden, ein Insolvenzverfahren zu beantragen, um Fehler der Vergangenheit zu bereinigen und wieder gut in die Zukunft starten zu können.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hartwig ist zuversichtlich, dass eine Sanierung gelingen kann. „Sämtliche Standorte der City Shop West Kiosk GmbH schreiben schwarze Zahlen. Es sollte daher möglich sein, mit kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen und einem Insolvenzplan – also einer Art Vergleich mit den Gläubigern – das Unternehmen wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen“, erläutert Hartwig. „Mitarbeiter und Lieferanten ziehen bei der Sanierung sehr gut mit, sodass uns zeitnah eine Lösung gelingen sollte.“

Zu den Restrukturierungsmaßnahmen zählt unter anderem, dass der Verkauf von Nahverkehrstickets in den Shops mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. „Der Verkauf von Tickets ist für uns nicht kostendeckend darstellbar und wird daher nicht weiter angeboten“, erläutert Geschäftsführer Fedyk. „Weitere oder größere Einschnitte in das Sortiment sind aber nicht geplant.“

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